18. Mai 2026

Wie aus einem Pilotprojekt internationale Sicherheitstrainings wurden

TOUGH feiert Geburtstag: Warum der Name TOUGH für mehr als Training steht und wie aus einem Pilotprojekt internationale Sicherheitstrainings für Bau und Infrastruktur wurden.

Viele Sicherheitsunterweisungen vermitteln Regeln, aber erst im Arbeitsalltag zeigt sich, ob Mitarbeitende in kritischen Situationen wirklich sicher handeln können. Genau aus diesem Gedanken heraus entstand TOUGH Training.

Zum Geburtstag von TOUGH werfen wir einen Blick auf die Geschichte hinter dem Namen, die Entwicklung vom Pilotprojekt zur internationalen Trainingsplattform und die Grundidee, die bis heute unverändert geblieben ist: Arbeitssicherheit muss erlebbar werden.

Denn moderne Arbeitssicherheit bedeutet nicht nur Wissen zu vermitteln, sondern Handlungssicherheit aufzubauen, insbesondere in komplexen und sicherheitskritischen Arbeitsumgebungen wie Baustellen, Straßen- oder Gleisanlagen.


Vom Pilotprojekt zur internationalen Trainingsplattform

Was heute international in Bau-, Infrastruktur- und Verkehrsprojekten eingesetzt wird, begann 2021 als Pilotprojekt. Die Idee dahinter war vergleichsweise einfach, aber gleichzeitig grundlegend:

Wie schafft man es, Arbeitssicherheit nicht nur zu erklären, sondern tatsächlich trainierbar zu machen?

Seit 2025 ist TOUGH eine 100-prozentige Tochtergesellschaft von HOCHTIEF und entwickelt digitale Sicherheitsunterweisung sowie interaktive Arbeitsschutz-Schulungslösungen für Bauunternehmen, Verkehrssicherer und Infrastrukturbetreiber. Bereits über 5.000 Mitarbeitende wurden deutschlandweit mit TOUGH geschult. Denn auf Baustellen, im Gleisbereich oder im Straßenbetrieb reicht theoretisches Wissen allein oft nicht aus. Mitarbeitende müssen Situationen einschätzen, Risiken erkennen und unter Druck Entscheidungen treffen können. Genau daraus entstand TOUGH.


Woher kommt der Name „TOUGH Training“?

Der Name TOUGH wird häufig mit Härte oder Belastbarkeit assoziiert. Gemeint ist jedoch etwas anderes.

TOUGH beschreibt die Fähigkeit, auch unter schwierigen Bedingungen handlungsfähig zu bleiben:

  • Risiken richtig einschätzen
  • Situationen vorausschauend bewerten
  • unter Druck klare Entscheidungen treffen
  • sicher handeln, wenn es darauf ankommt

Es geht also nicht um „Härte“ im klassischen Sinn, sondern um Handlungssicherheit. Oder anders formuliert: TOUGH steht für die Idee, Mitarbeitende Schritt für Schritt TOUGHER zu machen, genau in den Situationen, die im Arbeitsalltag kritisch werden können.


Warum klassische Sicherheitsunterweisungen oft nicht ausreichen

Viele Unternehmen kennen das Problem: Unterweisungen werden durchgeführt, Inhalte dokumentiert, Regeln erklärt und trotzdem passieren weiterhin Fehler oder gefährliche Situationen.

Der Grund liegt häufig nicht im fehlenden Wissen. Sicherheitskritische Arbeitsumgebungen sind geprägt durch:

  • Zeitdruck
  • parallele Arbeitsprozesse
  • hohe Reizdichte
  • wechselnde Gefahrenlagen
  • dynamische Entscheidungen

Gerade in solchen Situationen entscheidet nicht nur Regelkenntnis, sondern vor allem situative Handlungskompetenz. Forschung im Bereich Human Factors und Sicherheitspsychologie zeigt, dass Menschen Risiken besser erkennen und Entscheidungen sicherer treffen, wenn sie reale Situationen aktiv trainieren statt nur theoretisch darüber zu sprechen (1;2).

Genau hier setzt das Trainingsverständnis von TOUGH an.


Lernen durch Erleben statt nur durch Zuhören

TOUGH basiert auf einem einfachen Grundprinzip:

Menschen lernen nachhaltiger, wenn sie Situationen selbst erleben, Entscheidungen treffen und unmittelbare Konsequenzen sehen. Deshalb stehen bei TOUGH keine Folien oder Frontalunterweisungen im Mittelpunkt, sondern realitätsnahe Szenarien aus dem Arbeitsalltag. Trainiert werden beispielsweise:

  • Arbeiten im Straßenverkehr
  • Gefahrensituationen auf Baustellen
  • Arbeiten im Gleisbereich
  • Verkehrssicherung nach RSA 21
  • Hochrisikosituationen im Bauwesen
  • typische Fehler bei Sicherheitsabläufen


Die Trainings können dabei auf unterschiedlichen Geräten genutzt werden, vom Browser bis zu Tablet oder Smartphone.


Was sich seit der Gründung entwickelt hat

Seit der Gründung 2021 hat sich TOUGH stark weiterentwickelt.

Aus dem ursprünglichen Ansatz für Verkehrssicherung entstanden Trainingslösungen für:

  • Straßen- und Autobahnbetrieb
  • Gleis- und Bahninfrastruktur
  • Hoch- und Tiefbau
  • allgemeine Arbeitssicherheit
  • digitale Baustelleneinweisungen


Heute zählt TOUGH über 25 namhafte Kunden und hat bereits mehr als 5.000 Mitarbeitende geschult.

Neben standardisierten Trainings entwickelt TOUGH individuelle Schulungen in enger Kooperation mit Infrastrukturbetreibern und Bauunternehmen. Dabei hat sich die Software in den letzten Jahren von einer vereinfachten 3D-Visualisierung zu immersiven, realitätsnahen Trainingsszenarien weiterentwickelt.


Fazit

TOUGH entstand aus der Überzeugung, dass Arbeitssicherheit mehr braucht als reine Wissensvermittlung. Der Name steht bis heute für die Fähigkeit, in kritischen Situationen sicher und handlungsfähig zu bleiben. Was als Pilotprojekt begann, wird heute international eingesetzt, entwickelt mit Praxiswissen, getragen von realen Baustellenerfahrungen und kontinuierlich gemeinsam mit Kunden und Partnern weiterentwickelt.

Oder kurz gesagt: TOUGH steht für sichere Entscheidungen, wenn es darauf ankommt.


Sie möchten erleben, wie digitale Sicherheitstrainings reale Gefahrensituationen praxisnah trainierbar machen?


Dann buchen Sie jetzt eine kostenlose Demo und erfahren Sie, wie TOUGH Mitarbeitende Schritt für Schritt TOUGHER macht, für mehr Handlungssicherheit auf Baustellen, Straßen und im Gleisbereich.


-> Jetzt kostenfreie Demo buchen

(1) Endsley, M. R. (1995). Toward a theory of situation awareness in dynamic systems. Human Factors. (2) Sacks, R., Perlman, A., & Barak, R. (2013). Construction safety training using immersive virtual reality. Construction Management and Economics.

Beitrag teilen

Verwandte Artikel

Hohe Unfallgefahr im Straßenbetriebsdienst

Straßenwärter: 13x tödlicher als andere Jobs im Bau

Ihr Berufsrisiko ist 13-mal höher als in anderen Bauberufen – mitten im fließenden Verkehr, bei jedem Wetter. Warum klassische Unterweisungen dafür nicht ausreichen und wie praxisnahe, digitale Simulationstrainings echte Handlungssicherheit schaffen, erfahren Sie in diesen Beitrag.