Digitale Trainingsformate gewinnen in der Bau- und Infrastrukturbranche zunehmend an Bedeutung. Gerade im Bereich der Arbeitssicherheit stehen Unternehmen vor der Herausforderung, komplexe Gefahrensituationen realitätsnah zu vermitteln, ohne dabei reale Risiken einzugehen.
Ein Ansatz, der sich zunehmend etabliert, sind digitale Arbeitssicherheit Schulungen mit simulationsbasierten Lernumgebungen. Sie ermöglichen es, Baustellenprozesse und Gefahrensituationen realitätsnah abzubilden und Mitarbeitende aktiv in Entscheidungsprozesse einzubinden.
(Wie genau das funktioniert erfahren Sie hier)
Die BUG Verkehrsbau SE nutzt solche Trainings bereits in der Ausbildung. Seit rund eineinhalb Jahren setzt das Unternehmen den TOUGH-Editor ein, um Baustellen- und Gefahrensituationen digital zu simulieren.
Wir haben Philipp Landt, Mitglied der Geschäftsführung der BUG-Gruppe, gefragt, wie die Software im Unternehmen eingesetzt wird, welche Erfahrungen das Team gemacht hat und welche Potenziale er für die Zukunft sieht.
Digitale Arbeitssicherheit Schulung im Bauwesen
Arbeiten im Gleis- und Tiefbau gehören zu den sicherheitskritischsten Tätigkeiten in der Bauindustrie. Mitarbeitende arbeiten häufig:
- im Umfeld schwerer Maschinen
- unter Zeitdruck
- in dynamischen Baustellenumgebungen
- in unmittelbarer Nähe zu Gefahrenquellen
Studien zeigen, dass die Fähigkeit zur Gefahrenidentifikation entscheidend für die Prävention von Arbeitsunfällen ist. Gleichzeitig erkennen selbst erfahrene Fachkräfte nicht immer alle vorhandenen Risiken zuverlässig (1).
Digitale Simulationen bieten hier neue Möglichkeiten: Sie ermöglichen es, komplexe Situationen realitätsnah zu trainieren und Mitarbeitende aktiv in Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
Wie wird TOUGH bei der BUG genutzt?
TOUGH wird bei der BUG-Gruppe überwiegend in der Ausbildung eingesetzt, insbesondere in den Bereichen:
- Gleisbau
- Tiefbau
- Maschinenführung
Auch Ausbildungsbeauftragte und Lehrkräfte, etwa aus dem Ingenieurbau, nutzen die Software aktiv.
Ein zentrales Thema ist dabei der Arbeitsschutz. In diesem Zusammenhang wurde TOUGH auch mit Facharbeitern und gewerblichem Personal getestet.
Die Rückmeldungen waren laut Philipp Landt durchweg positiv.
Besonders hilfreich ist aus seiner Sicht, dass sich Gefahrensituationen realitätsnah simulieren lassen, ohne dass dabei ein tatsächliches Risiko auf der Baustelle entsteht.
Forschung im Bereich immersiver Trainings zeigt, dass solche Simulationen die Fähigkeit zur Gefahrenwahrnehmung und Entscheidungsfindung verbessern können (2).
Was ist eine Stärke von TOUGH?
Eine Stärke des Ansatzes sieht Philipp Landt vor allem im Motivationsfaktor der Software.
Digitale Simulationen stellen eine innovative Ergänzung zu klassischen Schulungsformaten dar und können Lernende stärker aktivieren.
Auch die intuitive Bedienbarkeit hebt er hervor. Selbst wenn bestimmte Modelle oder Werkzeuge nicht sofort verfügbar sind, lasse sich die Software nach kurzer Einarbeitung effizient einsetzen.
Darüber hinaus betont er die Zusammenarbeit mit dem Team hinter der Software:
Die Zusammenarbeit ist durchweg professionell und partnerschaftlich auf Augenhöhe, mit schnellen Rückmeldungen und exzellentem Support.
Studien zeigen, dass interaktive Lernumgebungen Motivation und Engagement deutlich erhöhen können, insbesondere wenn Lernende aktiv in den Lernprozess eingebunden werden (3; 4).
Wo sieht Philipp Landt das Potenzial in fünf Jahren?
Philipp Landt war bereits zu Beginn vom Potenzial der Technologie überzeugt.
Ohne diese Überzeugung hätte sich die BUG-Gruppe nicht für ein gemeinsames Pilotprojekt entschieden.
Aus seiner Sicht wird TOUGH auch in Zukunft eine wichtige Rolle im Bereich digitaler Weiterbildung spielen.
Besonders spannend wäre für ihn die Weiterentwicklung immersiver Elemente, etwa durch den Einsatz von Avataren. Solche Erweiterungen könnten das Lernerlebnis weiter intensivieren und Trainings noch realistischer gestalten.
Immersive Technologien werden in der Weiterbildung zunehmend als vielversprechender Ansatz betrachtet, da sie realitätsnahe Erfahrungen ermöglichen und komplexe Handlungskompetenzen trainieren können (3).
(Mehr Informationen zu immersiven Trainings finden Sie hier)
Strategische Bedeutung für Bauunternehmen
Für Bauunternehmen wird digitale Weiterbildung zunehmend zu einem strategischen Faktor.
Digitale Arbeitssicherheit Schulungen ermöglichen es,
- komplexe Baustellenprozesse zu simulieren
- Mitarbeitende aktiv einzubinden
- Gefahrensituationen realitätsnah zu trainieren
- Ausbildung und Weiterbildung effizient zu skalieren
Gerade in sicherheitskritischen Branchen kann dieser Ansatz dazu beitragen, Mitarbeitende besser auf reale Arbeitsbedingungen vorzubereiten.
Digitale Arbeitssicherheit Schulungen kennenlernen
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FAQ
Warum gewinnen digitale Schulungen im Bauwesen an Bedeutung?
Baustellen sind komplexe Arbeitsumgebungen. Digitale Simulationen ermöglichen es, Gefahrensituationen realitätsnah zu trainieren.
Können digitale Trainings reale Erfahrung ersetzen?
Sie ersetzen reale Erfahrung nicht vollständig, können aber realistische Trainingssituationen schaffen, die im Alltag schwer zu üben sind.
Warum sind Simulationen im Arbeitsschutz hilfreich?
Simulationen ermöglichen risikofreies Training kritischer Situationen und verbessern die Fähigkeit zur Gefahrenidentifikation.
Wie profitieren Auszubildende von digitalen Trainings?
Auszubildende können komplexe Abläufe mehrfach trainieren und Entscheidungen in realitätsnahen Szenarien üben.


